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Extraktion

Die Extraktion von Cannabis-Konzentraten spielt eine elementare Rolle in der Dabbing-Szene. Denn  Extrakte sind in vielen Ländern eine Rarität und es gibt viele Variablen, die aus guten Blüten schlechtes Konzentrat erzeugen können. Beispielsweise hat der unbekannte Extraktionskünstler hinter einem Produkt vielleicht Lösemittel nicht rückstandslos entfernt. Auch wenn du die Tragweite dieses Missstandes im Moment noch nicht weiter verstehst: Der Extraktionsprozess ist ein Buch mit sieben Siegeln, welches ein hohes Fehlerpotential mitbringt. Da möchte man ungern einem Fremden vertrauen müssen. Um sich selbst bestmögliche Qualität garantieren zu können, greifen viele Dabbing-Liebhaber deshalb kurzerhand selbst zum Extraktor oder der Rosin-Presse. So hat man den gesamten Prozess und damit auch das fertige Cannabis-Extrakt von Anfang an im Griff.

Von Anfang an impliziert streng genommen auch den eigenen oder zumindest kontrollierten Anbau der zu verarbeitenden Heilpflanzen. Denn sauber, ökologisch angepflanzte Pflanzen erzeugen die hellsten und damit qualitativ hochwertigsten Konzentrate. Wenn dann noch der Terpengehalt der Pflanzen stimmt, steht einem geschmackvollen Dabbing-Erlebnis nichts mehr im Wege.

Doch zurück zur eigentlichen Extraktion der Konzentrate. Ziel bei jeder Extraktions-Art ist, das in den Trichomen der Cannabis-Pflanzen befindliche Harz vom restlichen Blütenmaterial zu trennen. Denn andere Pflanzenteile außer die kleinen Harzköpfe enthalten keine Wirkstoffe und werden beim Rauchen zu gesundheitlichen Ungunsten des Rezipienten inhaliert. Man versucht also ein Material zu erzeugen, was sehr reichhaltig an Wirkstoffen ist. Beispielsweise reich an CBD.
Wenn man Cannabis-Blüten mit 0,2% THC und 20% CBD extrahiert, erhält man im besten Fall ein Extrakt mit 99% CBD und maximal 1% THC, was in der Schweiz ein legales Produkt darstellt.

Lösemittelbasierte Konzentrate, Rosin und Haschisch

Es führen viele Wege nach Rom, wenn es um die Extraktion des Cannabis-Harzes geht. Die älteste und traditionellste Methode ist sicherlich das Herstellen von Haschisch. Bei dem auch gerne mit Hasch abgekürzten Konzentrat handelt es sich um ein braun-klebriges Gemisch aus sehr vielen Harzkristallen mit Wirkstoffen und meistens einigen mikroskopisch kleinen Pflanzenteilen. Dieses Konzentrat enthält Wirkstoff-Konzentrationen von 20-90% je nach Qualität – somit schwanken die einzelnen Haschisch- oder Pollinat-Produkte stark und sind in sich wiederum zu unterscheiden. Haschisch wird entweder durch Reiben der Cannabis-Blüten erzeugt (Charras, siehe Nepal und Marokko) oder durch Sieben der Harzkristalle von den Blüten.

Etwa um die Jahrtausendwende hat sich dann die zweite große Extraktionsmethode etabliert, die lösemittelbasierte Extraktion des Harzes der Cannabis-Pflanze. Mittels eines Metall- oder Glas-Zylinders und eines Lösemittels wie Butangas oder Dexso werden die Wirkstoffe der Cannabis-Pflanze herausgelöst. Am unteren Ende solch eines Zylinders für die Extraktion steckt ein Sieb, wodurch das Extrakt mitsamt des noch enthaltenen Lösemittels direkt in einen Auffangbehälter fließt, welcher optimalerweise mit einer antihaftbeschichteten Folie ausgekleidet ist. BHO wird entweder von Fachpersonal im Reinraum hergestellt oder unbedingt im Freien. Dazu später mehr.

Rosin bildet den Abschluss des infernalen Extraktions-Trios. Da bei der Extraktion mithilfe eines Lösemittels wie Butan durch dessen leichte Entzündlichkeit erhöhtes Gefahrenpotential besteht und in der Vergangenheit auch immer wieder Explosionen Folge unvorsichtiger Extraktionsvorgänge waren, hat sich vor nicht einmal fünf Jahren eine ernstzunehmende Konkurrenz-Methode entwickelt: Die Rosin-Technologie. Anstatt auf Lösemittel zu setzen, wird Rosin mittels der drei Komponenten Druck, Temperatur und Zeit hergestellt. Während anfängliche Experimente mit dem Glätteisen durchgeführt wurden, bei uns für 25 CHF erhältlich, hat sich die „solventless“ Szene nach sehr kurzer Zeit bereits mit entsprechend spezialisierten Hitzepressen ausstatten lassen. Unternehmen wie Rosin Tech haben Pressen zum Drücken, zum Drehen oder zum Pumpen entwickelt, welche wir auch bei uns im Shop führen.

Im Folgenden wollen wir dir gern die einzelnen Arten von Cannabis-Konzentraten vorstellen.

Hasch, Haschisch

Cannabis-Konzentrate lassen sich auf viele verschiedene Arten herstellen: Die klassischste Methode ist dabei die Produktion von Haschisch. Für die Haschisch-Produktion werden in der Regel getrocknete Harzköpfe über ein Sieb-Taschen-System von dem Pflanzenmaterial getrennt, an dem sie naturgemäß anhaften – übrig bleiben dabei viele kleine Krümel, die angesprochenen trockenen Harzköpfe. Eine dieser Methoden nennt sich Ice-O-Lator, dabei wird Pflanzenmaterial mittels Wasser und Schleudervorgang durch die Filtertaschen bewegt. Durch die Siebe kommen nur die Harzkristalle, welche die entsprechenden Wirkstoffe wie beispielsweise CBD enthalten.

Man kann das Material zunächst mittels einer groben Siebung extrahieren. Dafür benötigt man die Angabe der Lochgröße, sie beträgt am langen Ende 220 micron (220mc) – das entspricht 0,00022 Millimetern oder 220 Micrometern Lochdurchmesser. Die erste Siebung des Materials bei 220 micron bedingt eine Qualität, welche noch einiges an Pflanzenmaterial enthält. Für höhere Konzentrationen der eigentlichen Harzköpfe im Haschisch geht man noch weiter und siebt das Material aus dem ersten Durchgang noch einmal in engeren Lochgrößen, beispielsweise durch 70 und 38 micron. So erhält man irgendwann zwar wenig, aber dafür sehr gereinigtes und hoch wirksames Material in formidabler Qualität.

Für die Herstellung von Haschisch empfiehlt sich, das zu extrahierende Material vor dem Prozess tiefzukühlen. So brechen die Harzköpfe einfach vom Pflanzenmaterial ab und das Material wird tendenziell reiner. Zur Herstellung von Haschisch bieten wir Sets mit Siebtaschen unterschiedlicher Lochgrößen an, wie dieses mit 220, 70 und 38 micron. Zum pflanzenschonenden Spülen haben wir den Bubbleator im Sortiment, der wie eine Waschmaschine seine Arbeit verrichtet und die Harzköpfe effizient durch einen kräftigen Wasserstrudel und die eingelegten Siebtaschen vom Pflanzenmaterial trennt.

BHO

Um die Jahrtausendwende wurde die BHO-Methode entwickelt. Sie ermöglichte erstmals sehr hohe Wirkstoffkonzentrationen von über 90% im Konzentrat und die Produkte erregten durch sehr gelbes, sehr helles Aussehen viel Aufsehen. Manche BHO-Produkte sind spiegelnd wie Glas, sehr hart und brüchig und von Blasen durchsetzt. Eine Idealvorstellung war geboren, der Anfang einer langen Reise hin zu sauberen und reinen Konzentraten.

Als Lösemittel dienen entweder klassisches Butangas oder auch Dexso. Letzteres Lösemittel, welches ausgesprochen Dimethylether heißt, gilt als absolut ungiftig, nicht krebserregend und wird sogar für medizinische Zwecke eingesetzt! Außerdem hat Dexso den Vorteil, dass es deutlich später als Butangas zur Explosion führt. Butangas hingegen ist zwar gefährlicher im Umgang, weshalb eine Butangas-Extraktion dringend im Freien durchgeführt werden sollte, jedoch steht es auch für hochqualitativeres und terpenreicheres BHO-Extrakt. BHO bedeutet nichts anderes als „Butane Hash Oil“, wobei das mit dem Öl nicht zu wörtlich zu nehmen ist, da es sich bei Cannabis-Extrakten stets um die Wirkstoffe des Harzes handelt.

Wir bieten Glas- und Metall-Extraktoren in verschiedenen Größen an

Doch nicht nur das richtige Lösemittel ist essentiell für die Extraktion mittels BHO-Methode, sondern auch der passende Extraktor. Extraktoren gibt es in allen Größen, die kleinsten gibt es in Form des Honey Bee Extraktors bereits ab 27,00 CHF. Er fasst 3-28 Gramm Blüten- und Blattmaterial. Für größere Vorhaben eignet sich beispielsweise der Candy Extractor 5.0 für 219 CHF, er kann mit bis zu 100 Gramm Material bestückt werden. Habt ihr Lösemittel und Extraktor parat, benötigt ihr lediglich noch ein paar warme Handschuhe und PTFE-Folie. Die Handschuhe sind wichtig, da das Gas beim Entzischen aus der Dose eine enorme Kälte im Zylinder entwickelt und sonst Erfrierungen an den Händen drohen. Die PTFE-Folie (PTFE = Teflon) wird benötigt, um das Extrakt auf einer antihaft-beschichteten Unterlage aufzufangen. Silikon eignet sich dafür nicht, denn es kann giftige Stoffe ins Extrakt lösen, wenn es in Kontakt mit Lösemitteln wie Butangas kommt.

Lagerung und BHO-Einsteiger-Sets

Silikon ist jedoch ein wichtiges Material, wenn es an die Lagerung geht. Davor muss zunächst das Lösemittel aus dem Konzentrat auf der PTFE-Folie ausdampfen, wobei dieser Vorgang mittels einer Vakuumkammer und etwas Wärme beschleunigt werden kann. Ist das Lösemittel ausgedampft, kann das fertige Konzentrat auf die beliebten Oil Slick Pads zur Weiterverarbeitung aufgetragen werden. Gelagert wird das fertige Konzentrat entweder in einem Glas-Tiegelchen oder in Oil-Slick-Containern. RAW bietet auch stilechte Pergamentpapiertaschen zur Lagerung an.

Für den komfortablen Einstieg bieten wir dir übrigens mit dem Set für kleine Mengen und dem Set für große Mengen zwei Sets an, bei denen Extraktionsgas, ein Extraktor, ein Spatel zur Weiterverarbeitung, eine Borosilikat-Auffangform, Oil Slick Sheets und Silikon-Aufbewahrungsbehälter in einem Produkt zu dir finden. Das große Set mit zwei Gasflaschen und einem Glasextraktor kostet 105 CHF, das kleine Set gibt es für 65 CHF.

Gefahrenhinweise im Umgang mit Lösemitteln

Lösemittel wie Butangas reagieren sehr empfindlich auf Temperaturen. So kann bereits ein Funke in butanhaltiger Luft eine Explosion auslösen. Deshalb raten wir dringend ab, die Extraktion mittels Butan oder Dexso im Innenbereich durchzuführen. BHO-Extraktionen sollten stets im Freien und mit den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen durchgeführt werden.

Rosin / SHO

BHO war lange Zeit die favorisierte Methode von Extraktionskünstlern und -Liebhabern weltweit. Doch seit gegen 2015 mit dem Glätteisen experimentiert wird, steigen immer mehr Menschen auf die explosionsartig verbreitete Rosin-Technik um. Völlig unexplosiv unter Zuhilfenahme von Temperatur, Zeit und Druck wird das Harz mittels einer Hitzepresse, die es bereits ab 319 CHF bei uns zu kaufen gibt, aus dem Blütenmaterial oder auch Haschisch gepresst. Richtig, man kann auch Haschisch pressen, um dessen Wirkstoffgehalt noch weiter zu steigern. Das gilt allerdings als Königsdisziplin des Rosin-Pressens und sollte unter vergleichsweise geringem Druck stattfinden.

Apropos Druck: Dieser wird mittels der Einheiten PSI oder Bar angegeben. Der maximale Druck einer Presse ist dabei stets von der Größe der Hitzeplatten und dem anliegenden Hebel oder der Größe der Hydraulikpumpe abhängig. Während man Haschisch bei 300 PSI presst, kann man bei Blüten bis zu 1000 PSI anlegen. Bei übersteigenden Druckwerten kommt zu viel Blütenmaterial mit ins Konzentrat, was man zu Gunsten einer hohen Wirkstoffkonzentration verhindern möchte.
Unsere größte Presse kann auf einer Fläche von 10x10cm locker mit 1000 PSI pressen – dafür sorgt eine Hydraulikpumpe und ein Eigengewicht von beinahe 90kg, um für die nötige Stabilität zu sorgen.

Rosin Zubehör

Zum Pressen von Rosin benötigt man neben Pflanzen-Material auch noch ein Papier zum Trennen des Materials von den Hitzeplatten. Im traditionellen Sinne wurde für diesen Zweck häufig Backpapier verwendet – da dieses jedoch im Verdacht steht, ab gewissen Drücken oder Temperaturen das Konzentrat mit giftigen und krebserregenden Stoffen zu verunreinigen, führen wir die gesunde Alternative für ebenso gesundes Konzentrat.

Um ein reines Konzentrat mit Hilfe der Rosin-Methode zu erlangen, wird das Ausgangsmaterial vorm Pressen in sogenannte Rosin Bags gepackt. Dabei handelt es sich um kleine Beutel aus Nylon-Gewebe mit einer Lochgröße von 25 bis 200 Micron. Wir empfehlen 25 Micron für Hasch-Rosin und Pollinat, für Blüten geht die Empfehlung in Richtung 73 Micron. Da Haschisch an sich bedingt durch die kleinen Harzdrüsen schon sehr feinkörnig ist, benötigt es auch eine engmaschige Begrenzung. Blüten hingegen fühlen sich zwischen 60 und 90 Micron am wohlsten, denn bei kleineren Lochgrößen kann das viele Harz nicht schnell genug abfließen und verbleibt verklebt im Nylon-Beutel zurück, während bei großen Lochgrößen zu viel Pflanzenmaterial mit extrahiert wird.

Ein nützliches Zubehörteil zum Rosinpressen stellt eine sogenannte Rosin-Pre-Press-Mold dar. Dabei handelt es sich um eine Gussform, mit Hilfe derer das zu pressende Material vor dem eigentlichen hitzepressen bereits in eine homogene Form gebracht werden kann, um anschließend optimale Ergebnisse unter den Hitzeplatten zu erzielen. Denn je homogener die Masse aus Blüten und/ oder Blättern gestaltet ist, umso mehr Rosin kann nach außen entweichen. Bei ungleichmäßiger Verteilung kann es zu sogenannten „Cold Spots“ führen, was einen Teil des Harzes im Material belässt, anstatt es nach außen zu befördern. Solch eine Form gibt es für kleine Größen und große Vorhaben.

Disclaimer: Nach wie vor sind THC-haltige Cannabis-Produkte in den meisten europäischen Ländern und auch der Schweiz illegal. Wir raten vom Konsum verbotener Substanzen dringend ab. Der Konsum CBD-haltiger und weitgehend THC-freier Cannabis-Produkte ist jedoch legal. 

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